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Prüfungsinhalte und -anforderungen

Die IOKAI-Prüfung besteht aus zwei Teilen, einem theoretischen/schriftlichen und einem praktischen Teil.

Es ist empfehlenswert, die Prüfung im Jahr nach dem Besuch des Praxis-Seminars in St. Gaudens abzulegen, da sich die theoretische Prüfung auf Seminarinhalte bezieht. Sie kann aber auch noch im Jahr nach dem Besuch des Praxis-Seminars abgelegt werden.

Wann und wo:

Der theoretische Teil wird jedes Jahr in der ersten Novemberhälfte in Deutschland (Raum Ulm/Tübingen und/oder Bonn) abgenommen; der praktische Teil findet Anfang Dezember in Genf statt.

Theoretischer/schriftlicher Teil:

Es gibt drei Stunden Zeit für die schriftliche Beantwortung von ca. 8-12 Fragen; die Zeit ist großzügig bemessen.
Wie für viele schriftliche Prüfungen gilt auch hier, epische Breite ist nicht erforderlich, vieles lässt sich auch kurz und knapp beantworten.

Die Fragen gliedern sich

  • in einen allgemeinen Teil mit Fragen z.B. zum Verständnis von Ki, Meridianen im generellen und allgemeinen, Yin und Yang, den 5 Elementen oder zur Philosophie von IOKAI
  • und einen Teil mit Fragen, die sich auf die Texte beziehen, die auf dem Praxis-Seminar in St. Gaudens behandelt wurden.
    Die Texte mit eher philosophisch-allgemeinen Inhalten sollten vom Verständnis her wiedergegeben werden können, nicht wörtlich.
    Fragen zu Texten mit praktischem Bezug zu Symptomen und Behandlung sollten im Detail wiedergegeben werden können. Das bedeutet, dass man den Symptomen Behandlungsvorschläge (erwartete Störung im Meridiansystem) zuordnen kann und andersherum erklären kann, bei welcher Störung im Meridiansystem man welche Symptome erwarten kann.
    Oft erklärt Sensei auch noch im Sommer in St. Gaudens, was genauer erwartet wird.

Praktischer Teil:

An einem Tag in Genf arbeitet man nacheinander jeweils eine halbe Stunde an Nicole Jalil, Thierry Camagie und Sasaki Sensei.

Erwartet wird

  • die Beherrschung der Basiskatas,
  • die Kenntnis der Meridianverläufe,
  • die Fähigkeiten der fernöstlichen Befunderhebung im Hara und am Rücken im Sitzen und Liegen
  • und die Anwendung von Mobilisationen.

Bei den Basiskatas sollte der Ablauf und bei den Meridianen der Verlauf selbstverständlich sein.

Daneben ist es sehr wichtig, so zu berühren, als wäre man in einer Behandlung. Das bedeutet, dass die 3 grundlegenden Prinzipien des Shiatsu-Drucks angewendet werden sollten: senkrecht, anhaltend und konzentriert; die Arbeit aus dem Hara kommt und die eigenen Hände und Schultern frei von unnötigen Spannungen sein sollten.

Bei jeder Berührung sollte der Kontakt zum Ki und zum Meridian des Prüfers fühlbar sein. Bei den Diagnosen ist der Unterschied zwischen der oberflächlichen und tiefen Diagnose wichtig, die oberflächliche eben nur oberflächlich, die tiefe weich und tief.
Die Mobilisationen sollten zeigen, dass der Prüfling die Bewegungsmöglichkeit des Gelenks verstanden hat, es mit einer Hand sehr gut stützt und mit der anderen so bewegt, dass die anatomischen Strukturen mobilisiert und der Fluss von Ki und Blut angeregt werden.

Kosten:

Prüfungsgebühr: 70 €
Nach bestandener Prüfung: Gebühr für das Zertifikat.

Stand: Dez. 2007


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