Die Iokai-Ausbildung in Deutschland |
 |
Die Iokai-Ausbildung ist nach dem Kurssystem aufgebaut. Das
gibt den Studierenden die nötige Freiheit und Flexibilität,
die einzelnen Unterrichtsstufen entsprechend ihren persönlichen
Bedürfnissen zu durchlaufen.
Ausbildungsgang, Unterrichtsinhalte:
Für Praktiker
Quereinstieg
| |
Grundausbildung (Tage/Std.) |
Praktikerausbildung
(Tage/Std.) |
| I. Basistechniken |
9 - 12 Tage / 60 Std.
(mind. für Meridiane) |
18 - 24 Tage / 120 Std.
(für Prüfungszulassung) |
| II. Meridiane |
16 Tage / 110 Std.
(mind. für Befunderhebung) |
32 Tage / 220 Std.
für Praxis-Seminar |
| III. Fernöstliche Befunderhebung |
6 Tage / ca. 40 Std. |
12 Tage / ca. 80 Std.
für Praxis-Seminar |
| IV. Praxis-Seminar mit Klienten |
|
8 Tage / ca. 65 Std.
für Prüfungszulassung |
V. Übungstage,
Praktikertreffs, etc. |
|
ca. 30 Std.
für Prüfungszulassung |
| Ausbildungsstunden gesamt |
mind. 200 Std. . |
mind. ca. 515 Std. |
| Anatomie/Physiologie/Pathologie |
|
ca. 50 Std. oder
medizin. Grundausbildung |
Anerkennung:
Eine staatliche Anerkennung für Shiatsu-Praktiker gibt es bislang
in Deutschland nicht. In Deutschland wird die berufsmäßige
oder gewerbliche Ausübung der Heilkunde durch das Heilpraktikergesetz
sehr genau geregelt. Die GSD (Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland)
ist der Dachverband der deutschen Shiatsu-Schulen und -Institute.
Sie bemüht sich auch in Zusammenarbeit mit der ESF (European
Shiatsu Federation) um die Anerkennung von Shiatsu als eigenständiger
Behandlungsmethode bzw. um die Anerkennung eines eigenständigen
Berufsbildes des Shiatsu-Praktikers. - Prozesse, die mit großer
Wahrscheinlichkeit noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Voraussetzung
hierfür sind einheitliche Mindestanforderungen an die Qualität
der Ausbildung der GSD-anerkannten Schulen. Iokai war die erste
GSD-anerkannte Schule, die nicht Gründungsmitglied der GSD
war. Insofern ist die Ausbildung von Iokai Meridian Shiatsu anerkannt:
Nach bestandener Prüfung können unsere Schüler auf
Antrag aktives GSD-Mitglied werden,
um beispielsweise in die GSD-Praktikerliste aufgenommen zu werden.
Ausbildungsrichtlinien:
Sie werden in Deutschland von Iokai-D in Zusammenarbeit mit der
E.I.S.A. (European Iokai Shiatsu Association, Genf) erstellt. Für
unsere Schüler wird so größtmögliche Qualität
der Ausbildung europaweit gesichert.
Die Flexibilität in der
Iokai-Ausbildung: a. Ortswahl: Die europäischen Ausbildungsgänge
sind - mit Ausnahme von Holland - so ähnlich strukturiert,
dass die Ausbildung an den verschiedensten Orten Deutschlands und
Europas aufgenommen und fortgesetzt werden kann. b. Ausbildungsdauer
und -intensität: Sie ist tatsächlich erstens, von
der Intensität, dem Eifer, dem Interesse, zweitens, von der
Auseinandersetzung mit dem Gelernten und dem Übungsaufwand
sowie drittens, von den zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten
bzw. Prioritäten der Studierenden abhängig.
Bis zur Prüfungszulassung vergehen in der Regel mindestens
drei Jahre.
Grundausbildung
- Praktikerausbildung: Viele Schüler, Laien wie professionelle
Praktiker, möchten zunächst Iokai Meridian Shiatsu einfach
kennen lernen. Der Wunsch nach einer tiefen und sehr gründlichen
Ausbildung entsteht oft erst mit der Zeit. Für solche, die
Shiatsu im Familien- oder Freundeskreis anwenden wollen, oder z.B.
manche Physiotherapeuten, die Shiatsu-Elemente in ihren Behandlungsalltag
integrieren wollen, bieten wir die so genannte Grundausbildung an.
Sie bietet einen guten Einblick in die Möglichkeiten von Iokai
Meridian Shiatsu ohne die zwingende Verpflichtung, eine Vielzahl
von Seminaren zu belegen oder gar verbindlich zu buchen. So ist
die Unterscheidung "Grund-" - "Praktikerausbildung" mehr
theoretischer Natur. Wesentlich ist, dass die Schüler weiterführender
Seminare entsprechend auf die neuen Lerninhalte vorbereitet sind.
Selbstverständlich werden alle
belegten Iokai-Ausbildungsseminare für die Prüfung angerechnet.
Ausbildungsgang und Unterrichtsinhalte
I. Basistechniken:
Was wir als "Basistechniken" bezeichnen, ist das Shiatsu, das
in Japan überwiegend ausschließlich praktiziert wird.
Hier wird die Essenz der praktischen Ausbildung der professionellen
Shiatsu Praktiker in Japan vermittelt. Das heißt: Wer die
Basistechniken beherrscht, kann vollständige und qualifizierte
Shiatsubehandlungen geben.
Diese Seminare sind offen für Praktiker und Laien. Schwerpunkt
sind die Vier Katas, die vollständigen Iokai-Basis-Shiatsubehandlungen
in Bauchlage, Rückenlage, Seitenlage und in sitzender Position.
Hier wird der grundlegende Behandlungsansatz - ohne Betonung der
Meridianarbeit - geübt: die eigene Position, die Wahrnehmung
sowie die Herangehensweise und die sensitive Kommunikation mit dem
Behandelten. Do-In (japanische Selbstbehandlung) und vielfältige
Übungen helfen in diesen praxisbetonten Seminaren einen neuen
Zugang zum eigenen Körper und ein anderes Verständnis
sowie eine verfeinerte Wahrnehmung der energetischen Prozesse des
Menschen zu erhalten, was die unbedingte Voraussetzung für
eine sinnvolle Beschäftigung
mit den Meridianen ist.
II. Meridian-Seminare:
Neben dem Verlauf, der Bedeutung und dem exakten Spüren des
Zustandes der 12 Meridiane nach Masunaga steht die Entwicklung des
Verständnisses der Meridiane als Ausdruck der vitalen Lebens-
bzw. Organfunktion des Menschen im Vordergrund. Nur, wenn die Studierenden
dieses Verständnis entwickeln und mehr und mehr vertiefen,
werden sie wirklich in der Lage sein, ganzheitliche und individuell
abgestimmte Shiatsu-Behandlungen zu geben, die jenseits von theoretischen
oder praktischen Konzepten den Kern der jeweiligen Meridian- bzw.
Lebenssituation treffen. Zusammen mit den spezifischen Behandlungstechniken
und Meridianbefunderhebungsverfahren sind diese Seminare auch
für erfahrene (Iokai-)Shiatsu-Praktiker immer wieder interessant.
III. Befunderhebungs-Seminare:
Aufbauend auf einem Grundwissen und -Verständnis der Meridiane
werden hier Verfahren (verschiedene Aspekte der Rücken-, Hara-
und Meridian-Befunderhebung u.a.), die es ermöglichen, präzise
die energetischen Dysbalancen im Menschen als Gesamtheit wahrzunehmen
und entsprechend zu behandeln. Theoretische Aspekte der Befunderhebung
und Philosophie der traditionellen orientalischen Medizin bilden
das notwendige Hintergrundswissen und geben einen Rahmen zur Einordnung
der gemachten Erfahrungen.
IV. Praxis-Seminare:
Hier wird das bisherige Wissen vertieft und an der Arbeit an
Klienten unter Supervision konkretisiert. Weitere spezielle Verfahren
zur Befunderhebung und Behandlung werden vermittelt und geübt.
Weiten Raum nehmen auch
der theoretische Unterricht und das Studium klassischer Texte ein.
Anatomie/Physiologie/Pathologie:
Für alle Schüler ohne medizinische Grundausbildung
werden in Anlehnung an die jeweiligen Richtlinien der E.I.S.A. und
der GSD entsprechende Seminare angeboten. Sie müssen gegebenenfalls
vor Erhalt des
Iokai-Zertifikates absolviert werden.
Übungstage
und Arbeitskreise bieten, besonders für Studierende mit
weniger Übungsgelegenheit, die Möglichkeit, die in den
Seminaren oft kompakt vermittelten Unterrichtsinhalte in Ruhe zu
wiederholen, zu vertiefen, Fragen zu stellen, sich korrigieren zu
lassen, zu experimentieren und sich mit den Lehrern und anderen
Schülern auszutauschen.
Prüfung: Sie
wird in der Regel am Ende des Jahres, an dem das Praxis-Seminar
besucht wurde, abgelegt. Sie besteht aus einem theoretischen, schriftlichen
Teil und einer praktischen Prüfung. Bei der Prüfung erhalten
die Studenten die Gelegenheit zu zeigen, dass sie über ein
hinreichend fundiertes praktisches und theoretisches Wissen sowie
die entsprechende Erfahrung verfügen und selbständig Iokai
Meridian Shiatsu-Behandlungen geben können. Dies dürfen
sie nach bestandener Prüfung. Sie erhalten das Zertifikat der
Iokai Académie D'Europe. Die Prüfungsgebühren betragen
EUR 100,- für Anmeldung und Prüfung plus EUR 100,- bei
bestandener Prüfung einschließlich des Zertifikats. Die
Prüfung kann wiederholt werden, bei geringen Schwächen
in einzelnen Bereichen kann man sich unkompliziert im darauf folgenden
Jahr etwa während eines Seminars nachprüfen lassen. Alten
Iokai-Schülern und -Praktikern fällt es schwer, von "Abschlussprüfung"
zu sprechen. Für sie geht die Ausbildung nie zu Ende. Das hängt
damit zusammen, dass das Verständnis der Meridiane sich immer
weiter vertiefen und die Arbeit mit den Meridianen sich mehr und
mehr
verfeinern und effektivieren lässt.
Prüfungsinhalte
und -anforderungen
Angebote für Praktiker:
Für die zertifizierten Iokai-Praktiker und zurzeit auch für
Schüler, die mindestens einen Befunderhebungskurs absolviert
und Praxiserfahrung haben werden von Iokai-D auf nationaler Ebene
Praktikertreffs angeboten. Auf europäischer Ebene organisiert
die E.I.S.A. die European Practitioner Workshops, auf denen die
Arbeitsergebnisse der einzelnen Länder oder Gruppen den europäischen
Kollegen vorgestellt werden. Der Erfahrungsaustausch, die Diskussion
der Behandlungsprotokolle, -methoden und Untersuchungsergebnisse
sowie das Feedback von Sasaki Sensei bieten den Rahmen für
die kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung der Iokai-Praktiker.
Die Konzeption dieser Veranstaltungen wird ständig weiterentwickelt
und orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen unserer
Praktiker.
Quereinstieg:
Grundsätzlich offen für alle sind die Basis-Seminare.
Interessant für Praktiker und Schüler anderer Ausbildungsgänge
sind hier besonders die Katas, komplette Behandlungsabfolgen in
Rückenlage, Seitenlage usw. unter dem Gesichtspunkt der Integration
vorhandenen Wissens in die praktische Behandlung. Das ständige
Üben und Umsetzen der Drei Grundprinzipien des Shiatsu (senkrechter
Druck, stabiler Druck, Konzentration) erweitert die eigene Basis
und verbreitert das Fundament,
auf das sich unsere Shiatsu-Praxis gründet.
Fortgeschrittene Schüler und Absolventen anderer Ausbildungen
können auf Anfrage meist direkt die Meridian-Seminare besuchen.
Hier ist man genau richtig, um das Typische der Iokai-Methode kennen
zu lernen: Do-In Ankyo, die präzise Zwei-Hand- bzw. Zwei-Daumen-Verbindung
mit unmittelbarem Meridiankontakt bei der Meridianbehandlung und
während spezifischer Dehnungen und Mobilisationen, die Meridian-Befunderhebung
oder die Anwendung spezieller Techniken zur Verbesserung der Ki-Zirkulation
bei Stagnationen, Blockaden und bei typischen Kyo- oder Jitsu-Situationen.
Diese Teilnehmer berichten immer wieder von ganz neuen Dimensionen
im unmittelbaren Erleben des Meridiankontaktes, sowohl beim Behandeln,
als auch beim Empfangen von Behandlung.
|