IOKAI MERIDIAN SHIATSU® DEUTSCHLAND

IOKAI SHIATSU


  Home

  IOKAI Shiatsu
  — Philosophie
  — Meridiane

  Tradition
  — Masunaga Sensei
  — Sasaki Sensei

  Ausbildung
  — Lehrer
  — Seminare
  — Veranstaltungsorte

      

  Behandlung
  — Praktiker
  — Praktikerliste

  IOKAI-D
  — Verband
  — Jahresversammlung
  — Satzung
  — Mitgliedschaft

  IOKAI in Europa
  — E.I.S.A.
  — Länder

  Aktuelles

  Downloads

  Impressum/Kontakt

 


Aktuelles


Übungstage in Laupheim-Bihlafingen

(Information Dezember 2009)

Die Termine für 2010 stehen jetzt fest (ihr findet sie unter "Seminare - Übungstage").

Seminar Iokai-Meridian-Taping im Januar 2010

(Information Dezember 2009)

Im Januar (30. - 31.01.2010) führen Waltraut Hoffmann und Klaus Bombien eine Iokai-Meridian-Taping Kurs durch. Bitte meldet Euch bald an, wenn ihr auch teilnehmen möchtet!

Das "Taping" ist eine Erfindung des Japaners Dr. Kenzo Kase, der nach einer sanften Behandlungsmöglichkeit für Sportverletzungen suchte. Durch speziell entwickelte Tapes, die in Längsrichtung dehnbar sind, ist es möglich Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sofort erfolgreich zu behandeln. Das Taping beeinflußt das neurologische und zirkulatorische System des Menschen. Durch spezielle Tape-Techniken werden Muskeln, Gelenke, Bänder/Kapseln/Sehnen, Durchblutug, Lymph- und Nervensystem stimuliert.

Beim Iokai-Meridian-Taping werden die Meridianverläufe berücksichtigt und damit die energetischen Verhältnisse verstärkt in die Behandlung einbezogen. Die Auswahl unterschiedlicher Farben der Tapes wirken fördernd auf die Energieverläufe in den Meridianen. Die Farbauswahl der Tapes nach der 5-Elementen-Lehre gleicht den Energiefluss aus.

Mit dem Tapen können alle Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates - Muskeln/Gelenke - Verspannungen, Kopfschmerzen, Wirbelsäulenprobleme, Staus im Bereich des Venen-/Lymphsystems behandelt werden. Durch die Aktivierung von Rezeptoren beeinflussen wir körpereigene Schmerzdämpfungsmechanismen, lösen Energieblockaden, Staus, stabilisieren Gelenke und sorgen für eine verbesserte Bewegungsfähigkeit.

Nachlese zur Jahresversammlung 2009

(Information Oktober 2009, Tilman Gaebler)

Vergangenes Wochenende fand die Jahresversammlung in der riesigen Barockklosteranlage Neresheim statt, in der noch einige Benediktinermönche leben und während der Vesper am Samstagabend ganz herrlich gesungen haben.
Neresheim liegt am östlichen Rand des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb. Ganz in der Nähe -im Lohnetal - gibt es Höhlen, in denen die ältesten Kunstwerke der Menschheit gefunden wurden.

Auch die ältesten deutschen Vertreter des Zen waren im Kloster Neresheim - wenn auch eher vor 40 als vor 40000 Jahren: Karlfried Graf Dürkheim. In dem Meditationsraum ein Stockwerk über unserem Tagungsraum. Auch bei unserer JV bildete Za Zen den Schwerpunkt. Mark Albin, der viele Jahre in dem Zen-Kloster in Japan, das auch mit St-Laurent im Zusammenhang steht, lebte, vermittelte uns sehr sehr eindrücklich, worum es im Zen geht, und leitete insgesamt vier Meditationen an. Für mich persönlich war das plastischer und klarer als meine Erfahrungen in den zwei Zen-Klöstern in Japan, die wir mit Sensei und den europäischen Iokai Lehrern vergangenes Jahr in Japan besuchten. Wir freuen uns zu hören, dass Iokai in Salzburg auch Za Zen Wochenenden mit Marc anbietet.
http://www.ganzheitliche-körperarbeit.at/index.php?id=34

Bei dem Sonntags-Workshop führte Jeannette Hyttrek-Bader, unsere EISA-Delegierte, in die Methode 'Fascial Harmony' ein. Zur Vorbereitung der eigentlichen Behandlung übten wir Lymphdrainage im Bereich des Gesichts und Halses, um danach gesichtshälftenweise alle Meridiane systematisch mit einer bestimmten Technik zu behandeln. Über das Wie und die Wirkung gab's zu Beginn ausführliche Erläuterungen. Wie entspannend die Behandlungen wirklich sind, konnte man sehr bald auch deutlich hören: am Schnarchkonzert derjenigen, die behandelt wurden.

Die Mitgliederversammlung, moderiert von Anita Wilmes, unserer neuen Iokai Lehrerin aus Köln, verlief sehr harmonisch und ganz kopfrauchfrei. Bei den Berichten zum vergangenen Jahr gab es viele Informationen von Iokai-D, der EISA, der GSD und aus Österreich, wo gerade ein eigener Iokai-Verband Österreich, in Salzburg gegründet wird. Wir gratulieren, wünschen unseren Kollegen in Österreich alles Gute und freuen uns auf eine produktive Zusammenarbeit.
Eine kurze Diskussion gab's zu den Lehrerbeiträgen mit dem klaren Ergebnis, dass diese unverändert für alle Iokai-Lehrer beibehalten werden.

Zum Schwerpunktthema 'Europ. Praktikerworkshop' in St-Laurent Ende Juni 2010 gab es erste Informationen. Das Thema ist weit, nämlich 'Stress', der Inhalt klar, nämlich 'Behandlungsberichte' - unerlässlich für ein grünliches Verständnis dessen, was wir beim Behandeln tun. Und sehr hilfreich, um bei der Diagnose zügig auf den Punkt zu kommen und die Behandlung effektiv zu strukturieren. Details gibt's zumindest für diejenigen, die's betrifft, im November. Der nächste Praktikertreff, für alle nach dem ersten Befunderhebungskurs, ist am 12.12.2009 im Dojo von Petra und Phil Johns in Heidelberg. (Wir gratulieren zur neugeborenen Alma!) http://www.iokai-shiatsu.de/ausbildung/seminare.html#praktiker

Übungstage in Heidenheim

(Information September 2009)

Die Termine für 2010 stehen jetzt fest (ihr findet sie unter "Seminare - Übungstage").

GSD-Berufsbildbroschüre

(Information September 2009)

Die Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland e.V. hat eine sehr gelungene 32-seitige Farbbroschüre zum Thema Berufsprofil für Shiatsupraktiker veröffentlicht und freundlicherweise als freien Download (link) zur Verfügung gestellt. Die gedruckte Version gibt's bei der Geschäftstelle der GSD (Link:
http://www.shiatsu-gsd.de/index.php?q=Produkte-der-GSD/Berufsbild-Brosch%C3%BCre )

Es gibt zur Zeit Probleme mit dem Hochladen der Datei auf unsere Website. Wir können Euch die pdf-Datei aber im Bedarfsfall schicken (2,6 MB).

Zum Vormerken: Jahresversammlung 2010

(Information August 2009)

Nur so als Vorab-Information: Die Jahresversammlung 2010 wird vom 01.-03.10.2010 auf der Burg Rothenfels (zwischen Würzburg und Aschaffenburg; www.burg-rothenfels.de) stattfinden.

Anatomie Spezial

(Information Juli 2009)

Peter Kleine-Horst wird im Juli 2010 ein Anatomie Spezial zumThema "Füße" durchführen.

Iokai Shiatsu-Kurse an der Shambhala Schule in Wien

(Information April 2009)

Günter Mack unterrichtet dort vom 14.-16.05.2010 und 22.-24.05.2010

Basis-Katas auch in Innsbruck

(Information April 2009)

Klaus Ströbinger 19.-21.02.2010, 19.-21.03.2010 und Günter Mack 09.-11.04.2010.

Übungstage von Waltraut Hoffmann und Klaus Bombien

(Information März 2009)

Die Übungstage finden in Rednitzhembach statt. Termine und genaue Adresse findet ihr unter "Seminare". Bitte bald anmelden!

Terminänderungen

(Information Nov. 2008)

In Ulm wird das nächste Seminar Fernöstliche Befunderhebung 2010 stattfinden.

 

Erweiterte Angebote Anatomie/Pathologie und Praktiker-Workshops

Waltraut Hoffmann und Klaus Bombien bieten seit 2007 einmal jährlich in
Ulm einen Wochenend-Workshop für Praktiker und fortgeschrittene Schüler an.
"Kopf und Nacken" Ende April 2007 war ein voller Erfolg (hier der
Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin).

Der Iokai-D Newsletter als Download

Ausführliche Hintergrundinformationen zu Shiatsu im Allgemeinen und Iokai im Besonderen. Außerdem ein Artikel über unsere Ausbildung und vieles mehr. Hier als pdf.


Neues Studienprojekt der europäischen Iokai-Praktiker

Für den Europäischen Iokai Practitioner Workshop, Juni 2003 in Frankreich, gibt es ein neues Projekt: Kopfschmerzen. Die Ungleichgewichte im Bereich des Blasenmeridians, z.B. die Auswirkung der Statik von Becken und Wirbelsäule werden wir untersuchen und zusammentragen. Bei der Iokai-D Jahresversammlung Anfang Oktober 2002 werden erste Ergebnisse in Theorie und Praxis vorgestellt und das Thema weiter bearbeitet. Dazu eingeladen sind alle Iokai Praktiker und Schüler.

Die E.I.S.A., die Europäische Iokai Shiatsu Assoziation, organisiert den Practitioner Workshop erstmals länderübergreifend zum selben Thema: Die holländischen Iokai-Praktiker untersuchen die Aspekte von Kopfschmerzen in Verbindung mit Leber- und Gallenblasenmeridian, Schweizer und Franzosen beleuchten die Zusammenhänge mit Magen- und Dickdarmmeridian, während sich die Italiener um Dreifach-Erwärmer- und Dünndarmmeridian kümmern.

Bei der Jahresversammlung werden aufbauend auf den Ergebnissen des Iokai-D Praktikertreffs im April die vielfältigen Entstehungsarten von Kopfschmerzen in diesem Bereich vorgestellt. Neben der bereits angesprochenen Auswirkung der Statik kommen weitere Ursachen wie Intoxikation, Stress, Muskulatur und Organbezüge zur Sprache. Von unseren Shiatsu-Heilpraktikern werden Klaus Bombien und Mike Adams die theoretischen Punkte erläutern und Aspekte der Behandlung, wie manuelle Techniken und Aspekte des fernöstlichen, schulmedizinischen und naturheilkundlichen Ansatzes, vorstellen. Im Bereich der Gesundheitsförderung bietet Maria Knebel einen Oki-Yoga Workshop mit effektiven Übungen zur Verbesserung der Zirkulation in Nacken, Schultern, Rücken und Becken an. Günter Mack stellt typische Befunde am Blasenmeridian vor (Hinterhaupt, obere Lendenwirbelsäule, Kniekehle, Achillessehne, kleine Zehe) sowie die möglichen Auswirkungen der Behandlung der entsprechenden Abschnitte auf das Hinterhaupt. Wie immer gibt es reichlich Möglichkeit zu fragen und seine eigenen Erfahrungen einzubringen.

Wie vor sechs Jahren schon einmal findet die Jahresversammlung 2002 im WIR-Zentrum in Gauselfingen auf der schwäbischen Alb statt - mit der Möglichkeit zu großem Grillfest und Lagerfeuer an der idyllischen Wacholderheide.

(aus Iokai-D Newsletter 1/2002, S. 1)

Mehr Fotos vom Europäischen Iokai Practitioner Workshop


Shiatsu als Beruf: Iokai-Ausbildung in Österreich anerkannt

Seit diesem Sommer ist die Iokai-Ausbildung nun auch vom Österreichischen Dachverband für Shiatsu anerkannt. Mit der Möglichkeit für die Iokai-Praktiker, sich in Österreich mit dem ‚eingeschränkten Gewerbeschein für Shiatsu‘ niederzulassen.

Seit den 90-er Jahren befasste sich das österreichische Wirtschaftsministerium mit Shiatsu. Im April 1999 war die dortige Rechtsmeinung dahingehend, dass Shiatsu als ganzheitliche Behandlungsform keinem der in Österreich bestehenden Gewerbe vollständig und umfassend zugeordnet werden kann und sich auch nicht in Massagetechniken erschöpft. Danach kann es sowohl von Psychologen, Masseuren wie auch von Sozial- und Lebensberatern praktiziert werden. In der Konsequenz bedeutet das nun für alle Shiatsu-Praktiker mit Anerkennung durch den österreichischen Dachverband, die keinem dieser Quellberufe zugehören, dass sie mit einem "auf Shiatsu eingeschränkten Massage-Gewerbeschein" Shiatsu ausüben können. (Aktueller Nachtrag: Derzeit scheint sich abzuzeichnen, dass Shiatsupraktiker, die an kranken Menschen arbeiten möchten, die in Österreich schon lange bestehende Ausbildung zum "Heilmasseur" machen müssen.)

Eine vergleichbare Lösung gibt es in Deutschland nicht oder noch nicht. Hierzulande ist nur ein Bereich schon immer klar gewesen: Die heilkundliche Ausübung von Shiatsu unterliegt den Regelungen des Heilpraktikergesetzes und ist Heilpraktikern und Ärzten vorbehalten. Dies bietet in Deutschland gerade Heilpraktikern die fantastische Möglichkeit, Shiatsu mit all seinen Möglichkeiten in ihrer Praxis einzusetzen.

Shi-atsu heißt zunächst Finger-Druck und zeigt sich nach nunmehr fast einem Vierteljahrhundert in Deutschland in den verschiedensten Spielarten: Neben dem erwähnten medizinischen Einsatz, der beispielsweise auch vermehrt in Reha-Kliniken - ausgeübt mit ärztlicher Verordnung von Masseuren und Physiotherapeuten - zum Tragen kommt, verbreitet sich Shiatsu zunehmend in Kosmetik- und Frisörsalons, in den Wellness-Abteilungen von Hotels und in vielen freien Praxen, wo es zur Entspannung und Gesundheitsförderung eingesetzt wird. Was wann wie wo im Einzelnen angewandt und ausgeübt werden darf und an welchem Punkt exakt das Heilpraktikergesetz zu greifen beginnt, bleibt umstritten.

Aktuell geht es in Deutschland mit der typischen Gründlichkeit um Standortbestimmung. Dazu finden sich im Artikel-Newsletter (2/2002) zwei sehr interessante Artikel: ‚Iokai-Spirit und Wissenschaft‘ von Jürgen Bolt, und ‚Shiatsu - Ansatz und Weg zur Entwicklung eines Gesundheitsbewusstseins als Lebenskunst‘ von Renate Köchling-Dietrich, die zusammen mit Karin Kalbantner-Wernicke für den GSD-Vorstand (der deutsche Shiatsu-Dachverband) mit großem Elan Bewegung in die ins Stocken geratenen Bemühungen um Rechtssicherheit in der Ausübung von Shiatsu für Nicht-Heilpraktiker bringen. Über die ersten Ergebnisse berichten wir bei der Jahresversammlung - und diskutieren die Ansichten, Forderungen und Perspektiven, die in diesen Artikeln aufgezeigt werden.

(aus Iokai-D Newsletter 1/2002, S. 1)


Anatomie-Special: Die Gelenke

In den Anatomie-Specials unterrichtet Peter Kleine-Horst die Anatomie praktisch anhand von Beispielen und stellt wichtige Bezüge zu Physiologie und Pathologie her. Im Juli 2002 ging es um Kopf und Hals, das nächste Thema: die Gelenke.

Die Gelenke sind die Bereiche des Körpers mit der größten mechanischen Beweglichkeit. Gleichzeitig finden wir hier die meisten energetischen Stagnationen. Es gibt also eine sehr enge Beziehung zwischen Meridianenergien und Gelenkfunktion. Darum kommt eine sinnvolle Shiatsubehandlung kaum ohne Mobilisationstechniken aus.

Dieser Kurs soll Kenntnisse über den Aufbau, die Untersuchung und die Behandlung von Gelenken vermitteln.

  • Welche Arten von Gelenken gibt es?
  • Welche Schäden können an Gelenken entstehen?
  • Wie können wir diese erkennen?
  • Was ist ein Kapselmuster?
  • Wie wird ein Gelenk spielerisch und wie mechanisch mobilisiert? usw.

Die Beantwortung all dieser Fragen wird den Teilnehmern und Peter sicherlich wieder ein sehr bewegtes und bewegendes Wochenende bescheren. Peter freut sich schon jetzt sehr darauf.

(aus Iokai-D Newsletter 1/2002, S. 4)


Aus den Artikeln des IOKAI-D Newsletters, Ausgabe 2/2002

Die Ausgabe 2 unseres Newsletters erscheint zurzeit einmal im Jahr für die Iokai-D Mitglieder. Er enthält Fachartikel und Diskussionsbeiträge zu aktuellen Themen der (Iokai-)Shiatsu-Welt. Diese Ausgabe ist nicht die schönste, dafür sehr gehaltvoll auf 24 Seiten A 4, da drei der Artikel besonders umfassend und tiefgründig recherchiert sind.

1. 'Das Herz ist der Sitz des Geistes. - Wird diese Behauptung von anderen Kulturen und der modernen Wissenschaft gestützt?' von Tilman Gaebler

Das Gilgamesch-Epos, 2500 v. Chr. in Mesopotamien entstanden, gilt als die Geburtsstunden der Herzsymbolik. Im Hinduismus, im alten Ägypten in der Bibel, bis in Mittelalter (Hildegard von Bingen spricht vom Herz als domus animae, dem Haus der Seele) und darüber finden sich Hinweise zu einer Verbindung von Geist und Herz. Jedoch finden sich auch in den klassischen chinesischen Schriften Verweise darauf, dass Shin im Kopf und im Gehirn bewahrt wird. Auf Hippokrates geht die moderne Sichtweise zurück. 400 v. Chr. schreibt er, "dass unsere Vergnügen, Schmerzen ... vom menschlichen Gehirn und vom Gehirn allein ausgehen."

Moderne Forschungen zeigen, dass es Verbindungen vom Herz zum Hirn auf mehreren Wegen gibt: über Hormone, Neurotransmitter, biophysisch durch Druckwellen und energetisch durch elektromagnetische Feldinteraktionen. Das magnetische Feld des Herzens ist 5000-mal stärker als das des Gehirns. Und: ist der Mensch im Lot und zentriert, beginnen sich die Schwingungen von Herz und Hirn zu synchronisieren. Das überträgt sich auch auf andere Menschen, besonders bei Berührung - messbar über die so genannte Heart Rate Variability und EEG. "Eine solide, nachprüfbare Theorie, mit der beobachtete Auswirkungen vieler Heilmethoden erklärt werden können, denen ein vermuteter Energieaustausch zugrunde liegt." (Rolling Mc Craty)

Schließlich geht es um die Frage, ob eine Herztransplantation eine 'Transplantation des Geistes' einschließt. Klare, wissenschaftliche Antwort hierzu gibt es nicht. Aber Hinweise: Psychiatrische Störungen nach Herzoperationen sind deutlich häufiger, als nach vergleichbar schweren OP's; und Berichte: Auf einem Kongress berichtete eine Psychiaterin von einer 10-jährigen Patientin, die das Herz einer 8-jährigen erhalten hatte. Die 10-jährige berichtete sehr detailgenau von Alpträumen, in denen sie umgebracht wurde. So realistisch, dass die Psychiaterin die Polizei hinzuzog. Die Informationen der Träume waren in allen Einzelheiten korrekt, sodass der Mörder der 8-jährigen Herzspenderin identifiziert und verurteilt werden konnte. Wenn also der Geist im Herzen wohnt, scheinen zumindest Anteile mit transplantiert zu werden. Was aber, 'wenn der Geist über den Wassern schwebt', und sich seinen eigenen Weg in das Bewusstsein sucht? Letztlich wissen wir es nicht.

2. ‚Behandlungsprotokoll vom Europäischen Iokai Practitioner Workshop 2001‘ von Günter Mack

Ein Bericht aus seiner Heilpraxis in Regensburg von einem interessanten Herzinfarkt-Patienten, an dem die deutsche Gruppe ihre Präsentation zum Thema ‚Herz‘ anschaulich und praxisnah strukturierte.

3. Berichte über Übungstage, Anatomie-Special und die Basis-Meridian-Vertiefungskurse des Kölner Instituts; von E. Ottl, C. Stretz, E. Mittermaier, H. Wegner und J. Bolt

4. ‚Shiatsu - Ansatz und Weg zur Entwicklung eines Gesundheitsbewusstseins als Lebenskunst‘ von Renate Köchling-Dietrich

In diesen gut recherchierten Grundsatzartikel zur Standortbestimmung von Shiatsu werden verschiedene alte und moderne Konzepte des Gesundheitsbegriffs vorgestellt und mit Shiatsu in Verbindung gebracht. Z.B. Antonovskys Konzept der Salutogenese (Gesundheits-Entstehung): "Das Konzept bietet Ansatzpunkte für Maßnahmen zur Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit. Gesundheitsressourcen bzw. salutogenetische Faktoren können alle solche Einflussfaktoren sein, die eine Bewegung in Richtung auf mehr Gesundheit in dem von Antonovsky als Kontinuum beschriebenen Verhältnis zwischen Gesundheit und Krankheit bewirken. Die Gesundheitsressourcen sind unabhängig von Risikofaktoren und Krankheitsdiagnosen, d.h., sie kommen Gesunden, akut Erkrankten, chronisch Kranken und Sterbenden gleichermaßen zugute. Daher gilt, dass Maßnahmen der Gesundheitsförderung unspezifisch, d.h. unabhängig von Risikofaktoren und Krankheitsdiagnosen wirksam sind. Also: Gesundheitsförderung wirkt zugleich gesundheitssteigernd auf Gesunde und andere." Ausführlich eingegangen wird auch auf die Sprachbarrieren und Übersetzungsproblematiken, wenn Begriffe aus anderen Kulturen eins zu eins übersetzt werden: Aspekte von 'Ki' (Byo-Ki - Krankheit), 'Sensei', 'Hara' oder 'Diagnose', "die Übersetzung des japanischen 'shindan', von 'shin' sehen und 'dan' Urteil, also jemand sieht etwas und urteilt, was ebenso ein Arzt machen kann, wie eine Mutter in der Familie oder ein Beobachter im Straßencafé."

(aus Iokai-D Newsletter 1/2002, S. 7+8)


© IOKAI-D, Iokai Meridian Shiatsu® Verband in Deutschland e.V. — Webmaster: PhiloPhax